Leben in Köln

Für ein offenes, tolerantes Köln

Redaktion · 31.12.2019

Foto: Joern Neumann

Foto: Joern Neumann

Die Stadt reagiert auf die Zunahme von antisemitischen Straftaten mit einer Anlaufstelle für Betroffene. Dort sollen Übergriffe zentral erfasst werden.

Die Stadt Köln schafft beim NS-Dokumentationszentrum eine Beratungs- und Dokumentationsstelle Antisemitismus. Dort wird psychologische Beratung und Begleitung für Betroffene angeboten. Außerdem wird die Stelle zur zentralen Adresse für Recherche und Dokumentation antisemitischer Übergriffe und Vorfälle. Ziel der Dokumentationsstelle ist es, zur Entwicklung eines Instrumentariums beizutragen, das lokaler Teil eines bundeseinheitlichen Meldesystems ist. Die Stadt hat auf ihrer Facebookseite betont, gegen Diskriminierung vorzugehen und verwies auf den Zehn-Punkte-Aktionsplan der Europäischen Städtekoalition gegen Rassismus.

Oberbürgermeisterin Henriette Reker hatte sich zuletzt bei der Gedenkfeier zum Jahrestag des Novemberpogroms am 8. November 2019 in der Synagoge Roonstraße für diese Stelle ausgesprochen:

 


Foto: Stadt Köln

„Wir registrieren eine erschreckende Zunahme von verbalem Hass und Gewalt gegen Juden, gegen Zuwanderer und Geflüchtete und gegen diejenigen, die für eine pluralistische Gesellschaft einstehen. Das bedrückt mich zutiefst!“ Henriette Reker betont: „Dass die Stadt Köln nun das Angebot des NS-Dokumentationszentrums erweitert, ist ein wichtiger Schritt. Jede und jeder, der von Antisemitismus betroffen ist, soll die Möglichkeit haben, sich an eine vertrauensvolle Stelle wenden zu können. Neben politischen Initiativen und dieser neuen Anlaufstelle ist von uns allen Zivilcourage gefragt! Wer heute in Köln und anderswo Jüdinnen oder Juden verbal oder physisch angreift, dem stellen wir uns mutig entgegen. Ich werde mich weiterhin für unser offenes, tolerantes Köln einsetzen. Für ein Köln, zu dem Jüdinnen und Juden fest dazu gehören.“

NS-Dokumentationszentrum

Appellhofplatz 23-25
50667 Köln

Tel.: 02 21 / 221 2-63 32

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Tags: Antisemitismus

Kategorien: Leben in Köln